Abmahnung
Fachanwalt für Arbeitsrecht in Krefeld
Kurz & klar: Eine Abmahnung ist die Warnung vor der Kündigung – sie muss das beanstandete Verhalten konkret benennen. Zu Unrecht erteilt, können Sie ihre Entfernung aus der Personalakte verlangen. Wichtig: Unterschreiben Sie keine vorschnelle Gegendarstellung. Wir prüfen die Abmahnung und reagieren richtig.
Eine Abmahnung ist mehr als ein Schreiben mit erhobenem Zeigefinger – sie ist häufig die rechtliche Vorstufe zur Kündigung. Wer eine Abmahnung erhält, sollte ihre Bedeutung kennen und überlegt reagieren. Wer als Arbeitgeber abmahnt, muss formale Anforderungen genau einhalten, damit die Abmahnung im Ernstfall trägt. Als Fachanwaltskanzlei für Arbeitsrecht in Krefeld beraten wir beide Seiten.
Was eine wirksame Abmahnung leisten muss
Eine Abmahnung erfüllt eine Rüge-, Hinweis- und Warnfunktion. Damit sie wirksam ist, muss sie drei Elemente klar enthalten:
- Konkrete Bezeichnung des Fehlverhaltens: Der beanstandete Vorfall muss nach Datum, Uhrzeit und Sachverhalt genau beschrieben sein – pauschale Vorwürfe genügen nicht.
- Hinweis auf die Pflichtverletzung: Es muss deutlich werden, gegen welche vertragliche Pflicht verstoßen wurde.
- Androhung von Konsequenzen: Für den Wiederholungsfall müssen konkrete arbeitsrechtliche Folgen – bis hin zur Kündigung – angedroht werden.
Fehlt eines dieser Elemente oder ist der Vorwurf unzutreffend, ist die Abmahnung angreifbar.
Eine Abmahnung ist noch keine Kündigung
Eine Abmahnung bedeutet nicht automatisch das Ende des Arbeitsverhältnisses. Sie soll dem Arbeitnehmer Gelegenheit geben, sein Verhalten zu ändern. Erst wenn sich ein gleichartiger Pflichtverstoß wiederholt, kommt eine verhaltensbedingte Kündigung in Betracht. Wie viele Abmahnungen nötig sind, hängt vom Einzelfall ab: Bei leichten Verstößen können mehrere erforderlich sein, bei schweren Pflichtverletzungen kann die Abmahnung ausnahmsweise ganz entbehrlich sein.
Richtig reagieren – Ihre Möglichkeiten
Vorschnelle schriftliche Stellungnahmen können mehr schaden als nutzen. Sinnvoller ist ein geordnetes Vorgehen:
- Gegendarstellung: Sie haben das Recht, eine Gegendarstellung zur Personalakte zu nehmen (§ 83 Abs. 2 BetrVG).
- Aufforderung zur Rücknahme: Ist die Abmahnung unberechtigt, können Sie deren Entfernung aus der Personalakte verlangen.
- Klage auf Entfernung: Im Streitfall lässt sich der Entfernungsanspruch vor dem Arbeitsgericht durchsetzen.
Welcher Weg der richtige ist, hängt von Ihrer Gesamtsituation ab – manchmal ist die ruhige Dokumentation für einen späteren Kündigungsschutzprozess wertvoller als der sofortige Angriff auf die Abmahnung.
Hinweis für Arbeitgeber
Eine fehlerhafte Abmahnung entwertet die spätere Kündigung. Wir formulieren rechtssichere Abmahnungen, die im Kündigungsschutzprozess Bestand haben, und beraten, wann eine Abmahnung überhaupt erforderlich ist.
Ihr Ansprechpartner in Krefeld
Haben Sie eine Abmahnung erhalten oder möchten Sie rechtssicher abmahnen? Rechtsanwalt Dirk Pauls, Fachanwalt für Arbeitsrecht, prüft Ihre Rechte und Optionen. Kontaktieren Sie uns – je früher, desto besser.
Häufige Fragen
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Stand: Juni 2026
